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Warum natürliche Inhaltsstoffe nicht gleich Naturkosmetik bedeuten

Zwischen Naturkosmetik und Naturkosmetik können Welten liegen – den entscheidenden Unterschied macht das kleine Wörtchen „zertifiziert“. Da der Begriff Naturkosmetik in Deutschland noch nicht geschützt ist, gibt es keine einheitliche Bestimmung, die vorgibt, wann Kosmetik Naturkosmetik genannt werden darf. Die Folge: Auch konventionelle Kosmetik weckt durch gezielt eingesetzte Begrifflichkeiten wie „natürlich“, „von der Natur“ oder „pflanzlich“, bei Konsument*innen den Eindruck, dass es sich bei dem jeweiligen Produkt um reine Naturkosmetik handelt. Wenn ihr sichergehen möchtet „echte“ Naturkosmetik zu kaufen und nicht nur Greenwashing zu bekommen, achtet deshalb am besten darauf, dass die Produkte zertifiziert sind. Welche Zertifikate es für Naturkosmetik gibt, was diese bedeuten und warum es sich überhaupt lohnt, Natur- statt konventioneller Kosmetik zu verwenden, erfahrt ihr in diesem Artikel.

 

  1. Was ist Naturkosmetik?

Naturkosmetik bedeutet im Allgemeinen, dass die so bezeichnete Kosmetik aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wurde und dadurch schonender für Mensch und Umwelt ist als konventionelle Kosmetik. Da Naturkosmetik in Deutschland jedoch kein geschützter Begriff ist, bleibt unklar, wie hoch der jeweilige Anteil an natürlichen Rohstoffen ist und ob die Kosmetik tatsächlich schonender produziert ist und wirkt. Genauere Aussagen und mehr Sicherheit bietet diesbezüglich zertifizierte Naturkosmetik.

 

  1. Was ist zertifizierte Naturkosmetik?
Side Note: Zertifizierung

Zertifizierte Naturkosmetik ist Kosmetik, die von einer unabhängigen Institution geprüft und mit einem Naturkosmetiksiegel ausgezeichnet wurde. National und international gibt es über zehn verschiedene Siegel für Naturkosmetika. Allen gemein ist, dass sie sowohl Anforderungen an die Herkunft der Rohstoffe, an den Herstellungsprozess und die Arbeitsbedingungen sowie an die Einhaltung von Tierrechten stellen.

Für die Gewinnung und Weiterverarbeitung der Rohstoffe zum Beispiel sind nur physikalische, mikrobiologische oder enzymatische Methoden erlaubt. Ausgeschlossen hingegen sind chemische Gewinnungs- oder Verarbeitungsschritte – mit Ausnahme von Konservierungsmitteln, Emulgatoren und Tensiden.

Zertifizierte Naturkosmetik verwendet natürliche Pflanzenwirkstoffe, um die natürliche Selbstregulation von Haut und Haaren anzuregen. Sie macht sich die natürlichen (Abwehr-)Kräfte von Pflanzen zunutze, die besondere Stoffe bilden, um sich gegen Feinde zu schützen oder sich an ihre Umgebung anzupassen.

 

  1. Ist zertifizierte Naturkosmetik immer vegan?

Zertifizierte Naturkosmetik ist nicht automatisch vegan. Sie kann Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs enthalten. Dazu zählen zum Beispiel Bienenwachs, Seide oder Honig. Die wichtigsten Zertifizierungen schließen jedoch Inhaltsstoffe von toten Wirbeltieren, wie beispielsweise Fette, aus.

Die meisten Naturkosmetik Siegel, wie z.B. vom BDIH, Natrue oder Cosmos schließen auch Tierversuche konsequent aus und Ecocert hält sich diesbezüglich zumindest an die gesetzlichen Regelungen.

Kosmetikprodukte, die frei von Tierversuchen sind, können zusätzlich zu Naturkosmetik-Siegeln auch Tierschutz-Siegel erhalten. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • der Hase mit schützender Hand: Mit dem Siegel zertifiziert der Deutsche Tierschutzbund tierversuchsfreie Produkte.
  • der Leaping Bunny: Der „springende Hase“ ist das einzige international anerkannte Siegel für die Zertifizierung tierversuchsfreier Produkte. Es wurde von einem internationalen Netzwerk mehrerer Tierschutzorganisationen gegründet.
  • die Vegan-Blume: Dieses Siegel wird von der Vegan Society England vergeben und zeichnet Produkte aus, die ohne tierische Bestandteile oder Tierversuche hergestellt wurden.

Ein Siegel, das beide Faktoren – Naturkosmetik und vegan – verbindet, ist das Vegan BDIH Siegel. Es wird nur an Produkte vergeben, die sowohl die Anforderungen an Naturkosmetik als auch die Anforderungen an vegane und tierversuchsfreie Kosmetik erfüllen.  

 

  1. Was ist der Unterschied zwischen konventioneller Kosmetik und zertifizierter Naturkosmetik?

Zertifizierte Naturkosmetik unterscheidet sich von konventioneller Kosmetik vor allem in der Zusammensetzung, Art und Herkunft der Inhaltsstoffe. Für diese Punkte setzen die Zertifikatgeber bestimmte Standards, die erfüllt werden müssen, um das jeweilige Siegel zu erhalten. So schließt Naturkosmetik zum Beispiel viele der 8.000 gesetzlich zugelassenen Substanzen für Kosmetikprodukte aus.

Zertifizierte Naturkosmetik

Konventionelle Kosmetik

  • natürliche Inhaltsstoffe vor synthetischen Inhaltsstoffen
  • synthetische Inhaltsstoffe dominieren
  • enthält keine bedenklichen Inhaltsstoffe, selbst wenn diese gesetzlich erlaubt sind
  • enthält bedenkliche Inhaltsstoffe, die das Kosmetikgesetz erlaubt
  • enthält keine auf mineralölbasierte Rohstoffe, Parabene, PEGs und Silikone
  • enthält mineralölbasierte Rohstoffe, Parabene, PEGs und Silikone
  • der gesamte Produktionszyklus vom Anbau und der Qualität der Rohstoffe, bis zu den Verarbeitungs- und Herstellungsprozessen bis zur Verpackung, wird streng reguliert
  • weder für den Anbau der Rohstoffe noch für die Herstellung oder die Verpackung gibt es Vorschriften
  • die Eigenaktivität und Selbstregulation der Haut wird gestärkt und die natürliche Hautfunktion unterstützt
  • die Kosmetik überdeckt lediglich und stört die Selbstregulation der Haut

 

Grundsätzlich ist zertifizierte Naturkosmetik verträglicher als konventionelle Kosmetik. Trotzdem kann sie auch Inhaltsstoffe wie ätherische Öle enthalten, die allergen wirken können.

  1. Welche vertrauenswürdigen Siegel gibt es für Naturkosmetik?

5.1. COSMOS

Es gibt mehr als zehn anerkannte deutsche und internationale Qualitätssiegel für Naturkosmetik.

Ein paar der wichtigsten Verbände haben unter dem COSMOS-Dachverband gemeinsame Regeln aufgestellt, um die erfolgreichsten europäischen Standards zu harmonisieren. COSMOS bedeutet "COSMetic Organic and Natural Standard" und gründet sich aus diesen Mitgliedern:

  • BDIH – Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e.V.  (Deutschland)
  • Cosmebio  (Frankreich)
  • Ecocert (Frankreich)
  • ICEA – International Certification Ethical Agriculture (Italien)
  • Soil Association (UK)

Der COSMOS Standard ist kein eigenständiges Zertifikat, sondern wird zusammen mit dem Siegel des Gründungsmitgliedes vergeben. Die beiden in Deutschland am weitesten verbreiteten sind BDIH und Ecocert.

Der COSMOS Standard gibt vor, welche Rohstoffe zugelassen sind und welche verboten sind. Für bestimmte Rohstoffe gilt sogar, dass sie entweder aus biologischem Anbau oder zertifizierten nachhaltigem Anbau stammen müssen. Darüber hinaus gelten nach COSMOS bestimmte Anforderungen für die Verpackung und den Herstellungsprozess.

Abstufungen des COSMOS Siegels:

  1. a) COSMOS Natural: Das Produkt muss alle COSMOS-Standards erfüllen, wobei weniger als 20 Prozent des Gesamtproduktes biologischen Ursprungs sein dürfen
  2. b) COSMOS Organic: 95 Prozent der pflanzlichen Inhaltsstoffe müssen aus Bio-Anbau stammen und mindestens 20 Prozent des Gesamtprodukts müssen bio sein

 

5.2. BDIH

Das BDIH Siegel wird vom Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e.V.  –  kurz BDIH –  vergeben.
BDIH COSMOS Natural

Die Non-Profit-Vereinigung wurde bereits 1951 gegründet und hat mit dem BDIH Siegel den ersten fundierten Kriterienkatalog für Natur- und Biokosmetik aufgestellt. Er umfasst neben der Rohstoffgewinnung auch den Herstellungsprozess und ethische Aspekte wie das Tierwohl. So dürfen weder bei der Herstellung noch der Entwicklung oder Prüfung der Endprodukte Tierversuche unternommen werden. Außerdem sind Rohstoffe verboten, die nach dem 31.12.1997 durch Tierversuche getestet wurden.

Das BDIH Siegel ist zugleich Basis für den internationalen COSMOS Standard, sodass sich die Kriterien überwiegend gleichen. Seit Anfang 2017 wird das BDIH Siegel nur noch zusammen mit einem der beiden COSMOS Siegel vergeben – COSMOS Natural oder COSMOS Organic, je nachdem, ob es sich um Natur- oder Biokosmetik handelt. Diese Regelung gilt für alle fünf Gründungsmitglieder von COSMOS.

Voraussetzungen für den Erhalt des BDIH Siegels:

  • Anforderung an das Markensortiment: Ein Produkt darf nur dann das BDIH Siegel erhalten, wenn es nicht nur selbst, sondern auch mindestens 60 Prozent aller Kosmetika der Marke die vorgegebenen Kriterien erfüllt.
  • Anforderung an die Rohstoffe:
  1. a) Sie müssen weitmöglichst aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) stammen.
  2. b) 15 bestimmte Rohstoffe müssen grundsätzlich aus zertifiziertem Bioanbau kommen. Dazu zählen zum Beispiel Palm- und Kokosöl, Olivenöl, Sojaöl und Jojobaöl.
  • Nicht erlaubte Rohstoffe: Paraffine und andere Erdölprodukte, synthetische Duftstoffe, organisch-synthetische Farbstoffe, Silikone und ethoxilierte Rohstoffe.

 

5.3. Ecocert

Seltener als das BDIH Siegel ist in Deutschland das Ecocert Siegel zu finden.

ECOCERT COSMOS Organic

Da Ecocert ebenfalls ein Gründungsmitglied von COSMOS ist, ähneln sich die Anforderungen. Allerdings zertifiziert Ecocert neben Kosmetik- auch Reinigungsprodukte.

Voraussetzungen für den Erhalt des Ecocert Siegels:

  • Anforderung an die Gesamtheit der Inhaltsstoffe im Endprodukt: Mindestens 95 Prozent müssen natürlichen Ursprungs sein, maximal 5 Prozent dürfen synthetisch sein. Welche synthetisch sein können, gibt Ecocert vor.
  • Nicht erlaubte Inhaltsstoffe: Gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe, synthetische Inhaltsstoffe auf petrochemischer Basis, Nanopartikel.
  • Anforderung an die Produktion: Für die Anlagenreinigung dürfen nur zugelassene Reinigungs- und Desinfektionsmittel genutzt werden und die Herkunft aller Materialien muss zurückverfolgt werden können
  • Abstufungen des Ecocert Siegels:
  1. a) Naturkosmetik (Natural Cosmetic): mindestens 5 Prozent der gesamten Inhaltsstoffe müssen bio sein; mindestens 50 Prozent der pflanzlichen Inhaltsstoffe müssen bio sein
  2. b) Biokosmetik (Organic Cosmetic): mindestens 10 Prozent der gesamten Inhaltsstoffe müssen bio sein; mindestens Prozent der pflanzlichen und pflanzenbasierten Inhaltsstoffe müssen bio sein

 

5.4. Natrue

Natrue

Im Gegensatz zum BDIH und Ecocert Siegel hängt das Nature-Siegel nicht mit dem COSMOS Standard zusammen. Dennoch ist es ein vertrauenswürdiges Siegel. Ins Leben gerufen hat Natrue die Non-Profit-Organisation „The international Natural and Organic Cosmetics Association“, die wiederum von Wala, Weleda, Laverana, Primavera, Logocos und CEP gegründet wurde.

 

  • Anforderung an das Markensortiment: Mindestens 75 Prozent aller Einzelprodukte müssen dem Natrue Standard entsprechen.
  • Anforderung an die Inhaltsstoffe: Sie müssen natürlich, naturnah oder naturidentisch sein. Nature stellt dabei 13 Produktkategorien auf, von der jede ihre eigenen Anforderungen an die Mindestmenge natürlicher Inhaltsstoffe hat und einen Grenzwert für die Höchstmenge an naturnahen Inhaltsstoffen vorgibt. Zudem müssen die natürlichen oder naturnahen Stoffe zu mindestens 70 Prozent aus kontrolliert biologischer Erzeugung und/oder aus kontrollierter Wildsammlung stammen.
  • Nicht erlaubte Inhaltsstoffe: gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe, petrochemische Inhaltsstoffe, synthetische Duftstoffe
  • Abstufungen des Natrue Siegels:
  1. a) Naturkosmetik
  2. b) Naturkosmetik mit organischem Anteil: mindestens 70 Prozent der natürlichen/naturnahen Rohstoffe sind bio
  3. c) Biokosmetik: mindestens 95 Prozent der natürlichen/naturnahen Rohstoffe sind bio

 

  1. Das Duschshampoo von nada – simply care ist mehrfach zertifizierte Naturkosmetik

Das nada – simply care Duschshampoo für Haut und Haar in Pulverform ist das erste Duschkonzentrat, das nicht nur Zero Waste bedeutet, sondern auch als zertifizierte Naturkosmetik gilt. So garantieren gleich zwei Siegel – das BDIH COSMOS NATURAL-Siegel und das Vegan BDIH Siegel – dass das Duschgel echte Naturkosmetik ist und strenge Standards erfüllt.

Das Duschshampoo übertrifft sogar deutlich die Mindestanforderungen des COSMOS Standards, denn es besteht zu 99 Prozent aus natürlichen Inhaltsstoffen. Zugleich ist es vegan und tierversuchs- sowie gentechnikfrei, weshalb es auch das Vegan BDIH Siegel erhalten hat.

Bei nada ist der Name also Programm:

  • nada Mikroplastik, Silikone, Parabene, Erdöl, etc.
  • nada Plastikmüll
  • nada Tierversuche oder tierische Inhaltsstoffe

Und genauso einfach, wie die Konsument*innen das Duschgel nutzen können, genauso schnell können sie dank der Siegel erkennen, dass es sich um wahre Naturkosmetik handelt – getreu dem Motto „simply care“.

nada mehrfach zertifizierte Naturkosmetik

 

Quellen:

Bio-Kosmetik einfach erklärt: Definition, seriöse Marken & FAQ (fairlis.de)

Naturkosmetik einfach erklärt: Definition, Übersicht & FAQ (fairlis.de)

Bio- und Naturkosmetik (ages.at)

Was ist zertifizierte Naturkosmetik? Siegel, Hintergründe, Tipps - Utopia.de

Was bedeuten die Kosmetiksiegel? | Verbraucherzentrale.de

Richtlinie des BDIH "Kontrollierte Natur-Kosmetik" (kontrollierte-naturkosmetik.de)

Kriterien (bdih-vegan.info)

Siegel und Zertifikate – Welche gibt es im Bereich Naturkosmetik? - FAQ - Alnatura

What does the Cosmebio label guarantee ?

Wie empfehlenswert ist das Natrue-Siegel für Naturkosmetik? (utopia.de)